Soforthilfe: Auf Vollständigkeit des Antrages achten

Rund 47 500 Anträge auf Corona-Sofort-Hilfe des Landes sind in den vergangenen Tagen seit 25. März bei der Investitionsbank ILB eingegangen, rund 7,5 Millionen Euro konnten bislang ausgezahlt werden. Das hat das Kreditinstitut jetzt in Potsdam mitgeteilt. Allerdings würden immer wieder auch unvollständige Anträge eingereicht. Fehlende oder lückenhafte Anträge müssten nachgefordert werden, wodurch es in diesen Fällen dann zu Verzögerungen kommt.

 

Es seien in der Regel nur drei Unterlagen erforderlich, verdeutlichte die ILB noch einmal: Je nach Unternehmensform sei der Gewerbeschein, der Auszug aus dem Handelsregister oder die Bescheinigung des Finanzamtes über die freiberufliche Tätigkeit einzureichen. Dazu komme die Kopie des Personalausweises und der handschriftlich unterschriebene und wieder eingescannte Antrag, sagte ILB-Sprecherin Ingrid Mattern. Die dann per Mail zugesandten Dokumente könnten in der ILB zügig bearbeitet werden. Mitarbeiter würden dann prüfen, ob die gemachten Angaben plausibel seien. Dann werde ein Bescheid über die Soforthilfe erteilt und das Geld angewiesen.

 

Beelitzer Unternehmen, die Fragen zum Ausfüllen der Anträge haben, können sich gern an die Stadtverwaltung wenden.


Aufwandsentschädigung vom Land für polnische Saisonarbeiter

Während auf Bundes- und Landesebene noch an einem dezidierten Soforthilfeprogramm für die Landwirtschaft gearbeitet wird, können Agrarbetriebe schon jetzt auf anderweitige Unterstützung setzen. So können die kürzlich vom Land zur Verfüfung gestellten Aufwandsentschädigungen für polnische Berufspendler auch von Arbeitskräften in Landwirtschaft und Gartenbau in Anspruch genommen werden.

 

Laut der Regelung können polnische Staatsbürger, die zurzeit in Brandenburg arbeiten und aufgrund der Einreisebeschränkungen in Polen erst einmal für 14 Tage in Quarantäne müssten - also praktisch hierbleiben müssen um weiterzuarbeiten - 65 Euro pro Tag aus dem Staatssäckel bekommen. Für Familienangehörige gibt es weitere 20 Euro pro Tag. Davon sollen die Pendler Unterkünfte bezahlen können. "Aussaat und Ernte, Versorgen von Tieren und Verarbeiten von Produkten sind ohne polnische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vielerorts in Brandenburg nicht mehr möglich", so Landwirtschaftsminister Axel Vogel (Grüne) in einer Mitteilung. Saisonarbeitskräfte, die schon im Land sind und in den kommenden Wochen in der Spargelernte und danach vor allem beim Erdbeerpflücken helfen, können überdies statt bisher 70 Tage jetzt 115 Tage sozialversicherungsfrei in Brandenburg arbeiten – das gilt bis 31. Oktober 2020.

 

Auch für einheimische Helfer auf Zeit könnte ein temporärer Einsatz in der Landwirtschaft dank des verabschiedeten Gesetzpakets auch finanziell attraktiv sein, heißt es weiter vonseiten des Ministeriums. Vogel: „Wer Corona-bedingt in Kurzarbeit ist, für den werden Nebeneinkünfte aus der Landwirtschaft bis zur Höhe des bisherigen Lohns nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Außerdem gibt es bessere Hinzuverdienstregeln für Rentner und Vorruheständler. Es geht nicht nur um Feldarbeit, sondern auch um viele weitere Einsatzmöglichkeiten.“


Ein Portal für alles

Auf www.brandenburghelfen.de kann man sich mit seinem Lieferservice, Online-Shop oder Gutscheinverkauf registrieren

Für Händler, Gastronomen und Herbergsbetriebe, aber auch Kulturschaffende und Veranstalter ist jetzt ein landesweites Online-Portal eingerichtet worden, auf denen sie ihre Produkte in Zeiten der Corona-Krise bewerben und verkaufen können. Vor allem für jene, die selbst einen Online-Shop betreiben oder Lieferservices anbieten, können davon profitieren. Touristische Anbieter wie Pensionen und Hotels können darüber hinaus Gutscheine anbieten für die Zeit nach den derzeitigen Einschränkungen.

 

Unter der Internetadresse www.brandenburghelfen.de ist im Bereich Online-Shops und Lieferservices bereits eine ganze Reihe von Adressen hinterlegt, auf die jeder von zu Hause aus zugreifen kann. Vor allem sind es Unternehmen, die bereits bei der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH  auf www.reiseland-brandenburg.de registriert sind, beide Portale sind miteinander vernetzt. Zusätzlich können Pensionen und Hotels nun als "Lieblingsort" überall im Land nun auch  Gutscheine anbieten oder auch Spenden aquirieren.

 

Betreiber der Seite ist die TMB, die dieses Angebot kostenfrei zur Verfügung stellt. Von der Coronakrise betroffene Unternehmer/innen und Firmen können sich unter: https://www.brandenburghelfen.de/mein-unternehmen-registrieren/ anmelden. Dazu muss nur ein Online-Formular ausgefüllt und abgesendet werden. "Nach wenigen Werktagen sind Sie dann auf der Plattform sichtbar und können Ihre Gutscheine oder auch Spendenoptionen anbieten – ganz gleich, ob beispielsweise als Gastronomiebetrieb, Freizeiteinrichtung, Kulturangebot, Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten, Lebensmitteln, Einzelhändler (Non Food) oder mit einer weiteren Dienstleistung", heißt es vonseiten der TMB.


Beantragung leicht gemacht

Wer bei der Beantragung der Soforthilfen vom Land noch Schwierigkeiten hat, kann sich auch per Video erklären lassen, wie es geht. Die ILB bietet ein sogenanntes "Webinar" an. Zu erreichen ist es unter dem Link:



Darüber hinaus hat die Wirtschaftsförderung des Landes Brandenburg auf ihrer Internetpräsenz weitere Infos rund um die Corona-Krise und mögliche Hilfsprogramme zusammengestellt. Zu erreichen unter diesem Link:



Soforthilfe ab sofort

Ab sofort können klein- und mittelständische Betriebe, die durch die aktuelle Corona-Krise in Existenznot geraten, finanzielle Hilfe vom Land beantragen. Die „Soforthilfe“ wird gestaffelt nach Betriebsgröße ausgereicht, zwischen 9000 und 60000 Euro sind als Darlehen, das nicht zurückgezahlt werden muss, verfügbar.

 

Unterstützt werden gewerbliche Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 100 Erwerbstätigen, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte im Land Brandenburg haben. Gegenstand der Soforthilfe ist der teilweise finanzielle Ausgleich der Schäden, die durch die Coronakrise 2020 verursacht sind.

 

Auf der Seite der ILB sind die entsprechenden Antragsformulare abrufbar, sind aber auch hier unter dem Beitrag zu finden. Diese können am Rechner ausgefüllt und ausgedruckt werden. Unterschrieben und mit den entsprechenden Anlagen sollen diese dann auf elektronischem Wege (per Email an soforthilfe-corona@ilb.de) geschickt werden. Das Programm ist bis zum Jahresende angelegt!

 

Zum Antrag gehören:

  • das Antragsformular (siehe unten)
  • eine De-minimis-Erklärung  (siehe unten)

 

sowie zum Nachweis der Berechtigung:

  •  Handelsregisterauszug oder vergleichbare Unterlagen,
  • Gewerbeanmeldung
  • Kopie des Personalausweises
  • Lohnjournal oder gleichwertige Unterlagen für Erwerbstätige/Beschäftigte.

 

Wer noch eine Gewerbeanmeldung braucht, sollte sich bei uns im Rathaus per Email an hoefler@beelitz.de melden (besser als telefonisch). Alles weitere wird dann individuell vereinbart.

Weitere Informationen gibt es direkt auf der Seite der ILB:

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Antragsformular
antrag-soforthilfe-corona-brandenburg.pd
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De-Minimis-Erklärung
anlage-de-minimis-erklaerung.pdf
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Fragen und Antworten
faq-soforthilfe-corona-brandenburg.pdf
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Soforthilfen für Unternehmen

Für Unternehmen, die unter den derzeitigen restriktiven Maßnahmen gegen die Corona-Ausbreitung zu leiden haben, gibt es mittlerweile diverse Hilfsprogramme von Land und Bund. Diese reichen von Steuerstundungen über Kurzarbeitsgeld bis hin zu Liquiditätshilfen und können zum Teil relativ einfach in Anspruch genommen werden.

 

1. Für klein- und mittelständische Unternehmen hat das Land Brandenburg ein Soforthilfeprogram aufgelegt, das über die Wirtschaftsförderung umgesetzt wird. Dabei handelt es sich nicht um Kredite, sondern um nicht rückzahlbare Zuschüsse (!) in Höhe von bis zu 60 000 Euro. Anträge dafür können ab Mittwoch, 25. März 2020, direkt bei der Wirtschaftsförderung per Email an info@wfbb.de gestellt werden. Den Antrag gibt es hier als Download. Je nach Betriebsgröße sind folgende Beträge möglich:

  • bis zu 5 Erwerbstätige bis zu 9 000 Euro
  • bis zu 15 Erwerbstätige bis zu 15 000 Euro
  • bis zu  50 Erwerbstätige bis zu 30 000 Euro
  • bis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60 000 Euro

 

2. Unternehmen und Selbstständige, die von Quarantäne-Maßnahmen betroffen sind und deshalb ihre Tätigkeit einstellen müssen, haben – genauso wie Arbeitnehmer – Anspruch auf Ersatzleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz. Diese können bis spätestens drei Monate nach Einstellung des Betriebes beim Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit und  beantragt werden. Den Antrag einschließlich der Adresse gibt es hier als Download.

 

3.  Die Finanzämter sind angewiesen, auf Vollstreckungsmaßnahmen bis Jahresende zu verzichten, wenn Steuerrückstände in Verbindung mit der Corona-Krise entstanden sind, zudem werden auch Steuern gestundet. Des weiteren können Unternehmen ihre jährlichen Steuervorausszahlungen reduzieren. Den Antrag auf Steuererleichterungen, einzureichen beim zuständigen Finanzamt, gibt es hier als Download.

 

4. Selbstständige mit unzureichendem Einkommen können darüber hinaus bei der Agentur für Arbeit Grundsicherung beantragen. Das Verfahren soll in Anbetracht der Corona-Krise besonders unbürokratisch bewilligt werden. Erste Anlaufstelle dafür ist die Agentur für Arbeit, die die Anfragen zunächst telefonisch entgegen nimmt, unter 0800 4 5555-00.

 

Weitere Maßnahmen, vor allem vonseiten des Bundes, sind derzeit in Vorbereitung. Für Fragen kann man sich auf den Seiten der Wirtschaftsförderung des Landes informieren oder sich direkt telefonisch unter der Hotline 0331 730 61 222 melden. Auch die Ansprechpartner in der Stadtverwaltung stehen für Fragen und Unterstützung zur Verfügung.

Antragsformulare als PDF

Soforthilfe des Landes Brandenburg

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Unterstützungsanfrage WFBB.pdf
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Ersatzleistung nach dem IfSG

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Verdienstausfallentschädigung-IfSG_2020-
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Antrag auf Steuererleichterung

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Steuererleichterungen_aufgrund_der_Auswi
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Stadt unterstützt Gewerbetreibende

In Anbetracht der weitreichenden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus will die Stadt Beelitz jetzt auch die ortsansässige Wirtschaft entlasten: „Wir bieten allen Unternehmen, die im Moment nur eingeschränkt oder überhaupt nicht arbeiten dürfen an, die Gewerbesteuer zinslos zu stunden“, erklärte Bürgermeister Bernhard Knuth. Dafür reicht ein formloser Antrag schriftlich oder per Email an info@beelitz.de.  „Für den Klein- und Mittelstand sind die finanziellen Folgen der Betriebsverbote, der ausbleibenden Kundschaft, aber auch der gehäuften Krankmeldungen von Angestellten, gravierend – zumal die meisten Kosten ungeachtet der derzeitigen Lage weiterlaufen. Wir als Stadt möchten ein Zeichen setzen und erklären uns mit den Gewerbetreibenden solidarisch.“

 

Die Stadt geht sogar noch einen Schritt weiter und wird Unternehmen, die aufgrund der gestern durch die Landesregierung in Kraft gesetzten Notverordnung ihren Betrieb gänzlich einstellen müssen – also vor allem Einzelhändler außerhalb der Lebensmittelbranche, die ihre Läden schließen müssen, Restaurants und touristische Anbieter – die Gewerbesteuer-Vorauszahlung zum 15.05.2020 zu erlassen. „Wir gehen auch weiterhin sehr verantwortungsbewusst mit öffentlichen Geldern um. Allerding wird dieser Tage auch von jedem gefordert, Opfer zu bringen. Die Stadt als Gemeinwesen kann sich da nicht herausnehmen“, so der Bürgermeister weiter. Mit den angekündigten Schritten schöpft die Verwaltung vorhandene rechtliche Möglichkeiten aus.

 

Zudem werden durch einen extra dafür bereitgestellten Mitarbeiter der Verwaltung derzeit sämtliche Möglichkeiten geprüft, wie Klein- und Mittelständische Betriebe in Anbetracht der Krise entschädigt werden können. „Auf Landesebene ist dieser Tage Einiges in Vorbereitung. Wir lassen alles recherchieren und sobald es Möglichkeiten gibt, informieren wir die Unternehmen.“ Zum Angebot der Wirtschaftsförderung des Landes gelangt man unter diesem Link. Auch bei der Beantragung kann man sich auf Unterstützung des Rathauses verlassen.

 

Zugleich appelliert Bernhard Knuth an die Beelitzer Bevölkerung, das städtische Gewerbe zu unterstützen. „Waren und Dienstleistungen, für die man sonst nach Potsdam oder Luckenwalde fährt, bekommt man auch Beelitz. Ich bitte jeden, zu überlegen, ob er Dinge des täglichen Bedarfs nicht lieber vor Ort kaufen sollte. Das hilft den Gewerbetreibenden und spart darüber hinaus Zeit und weite Wege.“ Und auch wer zurzeit auf Online-Warenhäuser ausweicht, um zu shoppen, sollte überlegen, ob er Anschaffungen nicht ersteinmal zurückstellen kann, bis der Einzehändler nebenan wieder geöffnet hat.

Viele Gewerbetreibende in der Stadt sind auch dazu übergegangen, Lieferdienste anzubieten.

 

Geschäfte, die schließen müssen, können ihre Waren trotzdem noch zu den Kunden bringen, auf telefonische Anfrage kommen die Artikel bis vor die Haustür. Das Geschäft „Ein Buchladen“ bietet das zum Beispiel an. Aber auch die Restaurants, die weiterhin bis 18 Uhr geöffnet haben, bieten auch einen Lieferservice an, wie zum Beispiel die Gaststätte „LandMahl“. Gewerbetreibende, die einen solchen Service einrichten, können diesen auch auf der Homepage der Stadt kostenlos bewerben. Dafür reicht eine Email an laehns@beelitz.de.